Anfänge – Lesen mit verteilten Rollen

Sonntag, später Nachmittag, 90er Jahre, Helferei Grossmünster. Etwa ein Dutzend literaturbegeisterte Leute treffen sich, um mit verteilten Rollen ein Theaterstück zu lesen. Menschen aus der Altstadt, Freunde, Nachbarn, Männer und Frauen, jung und alt. Die Stückauswahl ist sehr offen, man liest Klassisches und ganz Modernes, die Rollen werden spontan gestaltet. Zuerst wird gelesen, dann redet man über die Eindrücke, die das Gelesene machte.

Gastgeber und Initiator ist Hans Stickelberger, Pfarrer am Grossmünster und ein enthusiastischer Liebhaber des Theaters. Lesen macht hungrig, Hans Stickelberger verschwindet in die Küche, kocht Suppe und macht Salat, man sitzt noch lange zusammen und geniesst diese wunderbare Verbindung von Geselligkeit und Kultur.

Für Hans Stickelberger ist die Theaterarbeit Teil der Gemeindebildung im doppelten Sinn des Wortes „Bildung“. Mitglieder der Gemeinde – dazu gehört für den Grossmünsterpfarrer die ganze Stadt – gestalten etwas miteinander. Der Plan ist, Theater in der Gemeinde und für die Gemeinde zu machen.

Im Jahr 2000 kommt Marc Hecky als Vikar ans Grossmünster. Er bringt Erfahrung und Begeisterung aus Düsseldorf, mit und so entsteht unter seiner Regie die erste Produktion.

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